Unsere Kriterien für heimisches Holz und Klimaschutz

Regional:

Mit regionaler Holzverwendung meinen wir Holz, dessen Herkunft und wesentliche Verarbeitungsschritte innerhalb der auf dieser Seite beschriebenen Region nachvollziehbar dokumentiert sind. Die konkreten Klimaeffekte hängen insbesondere von Waldbewirtschaftung, Transportwegen, Verarbeitung, Nutzungsdauer und dem weiteren Lebenszyklus des Holzes ab.

Der Verein ist auf die Region Südostoberbayern fokussiert. Das ist die von der Bayerischen Staatsregierung ausgewiesene Planungsregion 18, die folgende Landkreise und Städte beinhaltet: Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Altötting

Heimisches Holz:

Mit „heimischem Holz“ meinen wir Holz der kurzen Wege. Das, was im Landkreis, in der Planungsregion 18 „Südostoberbayern“ wächst, oder wenn dort nicht vorhanden km um km darum herum.

Ebenso sollen die weiteren Verarbeitungsstufen in der genannten Region stattfinden, so dass weite Transportwege sollen vermieden werden.

Heimisches Holz bezeichnet im Rahmen unserer Vereinsarbeit Holz aus Südostoberbayern, soweit die Herkunft anhand von Liefer-, Herkunfts- oder Projektunterlagen nachvollzogen werden kann. Jedes Mitglied arbeitet aber individuell nach seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten und bezieht Holz aus einem Radius von 50 bis 300 km (je nach Unternehmensgröße), was durchaus vertretbar ist. Holzprodukte, die nicht in dieser Region verfügbar sind, werden von weiter her bezogen.

Die Vereinsmitgliedschaft allein stellt kein Herkunftssiegel und keine Zertifizierung einzelner Produkte oder Bauvorhaben dar.

Nachhaltige Forstwirtschaft:

Die Begrifflichkeit „nachhaltig“ wurde vor über 300 Jahren von Hans Carl von Carlowitz für die Forstwirtschaft erfunden! Sinngemäß bedeutet es, dass nachgepflanzt werden muss, wenn entnommen wird. Dies beschreibt die nachhaltige Forstwirtschaft. Daher ist „nachhaltig“ im forstlichen Kontext korrekt angewandt!

Trotzdem möchten wir dies an dieser Stelle erklären, dass wir meinen, dass unsere Mitgliedsbetriebe und Waldbesitzer nach den jeweils geltenden forstrechtlichen Vorgaben wirtschaften und wir uns für eine langfristige Sicherung der Waldfunktionen einsetzen.

 

Holz ist CO2-Speicher:

Holz wächst als Baum. Im Rahmen der Photosynthese wird der Umwelt CO2 entzogen. Das O wird teilweise als Sauerstoff wieder freigesetzt und das C als Kohlenstoff im Holz gelagert. In langlebig genutzten Holzprodukten bleibt der im Holz enthaltene Kohlenstoff für die jeweilige Nutzungsdauer gebunden.

Warum Forstwirtschaft Klimaschutz sein kann:

Eine standortangepasste, langfristig ausgerichtete Waldbewirtschaftung kann zur Stabilisierung von Wäldern und zur Bereitstellung langfristig nutzbarer Holzprodukte beitragen.

Warum kurze Transportwege das Klima langfristig schützen können:

Kürzere und nachvollziehbare Transportwege können gegenüber längeren Transportketten die transportbedingten Emissionen reduzieren. Maßgeblich sind insbesondere Entfernung, Transportmittel und Auslastung.